Direkt zum Inhalt

EK Tourismus: Dachmarke entwickeln und Sehnsüchte wecken

Enquetekommission beschließt Zwischenbericht

18.09.2018 - Die Enquetekommission „Tourismus in Rheinland-Pfalz“ hat in ihrer vergangenen Sitzung ihren Zwischenbericht beschlossen und sich mit lokalen Wertschöpfungsketten befasst. Im Zwischenbericht wurden insbesondere Leitlinien und Aufgaben für die Weiterentwicklung des Tourismus in Rheinland-Pfalz formuliert. Eine zentrale Empfehlung an die Landesregierung ist die Entwicklung einer Dachmarke für das Land mit einem klaren Profil. Die drei regierungstragenden Fraktionen SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen und die CDU hatten sich auf eine gemeinsame Position für den Zwischenbericht geeinigt.

Der erste Kontaktpunkt mit Rheinland-Pfalz als potenziellem Urlaubsland müsse bereits bestimmte Sehnsüchte und Assoziationen hervorrufen, heißt es unter anderem im Zwischenbericht. Wirtschafts-Staatssekretärin Daniela Schmitt betonte, dass beinahe jede Branche direkt oder indirekt vom Tourismus profitiere. Neben dem Zwischenbericht hatte deshalb das Themenfeld der „Lokalen Wertschöpfungsketten“ einen weiteren Schwerpunkt in der Sitzung. Regionale Produkte erfreuten sich einer großen Nachfrage und dies nicht nur durch Touristen. Beim Wein funktioniere die regionale Wertschöpfung bereits sehr gut, sagte die Staatssekretärin. Insgesamt sei ein höherer Marktanteil insbesondere anderer regionaler Produkte wünschenswert, gerade auch mit Blick auf die zahlreichen Regionalinitiativen im Land.

„Regionalmarke“ Eifel als Positivbeispiel

Als ein gelungenes Beispiel stellte der Geschäftsführer der „Regionalmarke Eifel GmbH“, Markus Pfeifer, die Initiative vor. Mit der strategischen Ausrichtung „Klasse statt Masse“ und mit dem Fokus auf Produkte des täglichen Bedarfs sowie mit der Vermarktung vor Ort sei die Regionalmarke Eifel starkes Identifikationsmerkmal für die Region und insgesamt erfolgreich.

Jens Rüdiger, Professor für internationales Marketingmanagement an der Hochschule Geisenheim, plädierte in seinem Vortrag für einen Ausbau des Weintourismus mit einer kooperativen Vermarktungsstrategie. Viele Winzer stünden vor der Frage, wie sie wertschöpfend am Geschäftsfeld „Tourismus“ partizipieren könnten.

Für die Architektenkammer Rheinland-Pfalz warb deren Geschäftsführerin Annette Müller für das Arbeiten mit regionalen Handwerkern und regionalen Baustoffen.

Am 19. Oktober wird die Enquetekommission den Nationalpark Hunsrück-Hochwald besuchen, um sich über deren regionale Produkte zu informieren. 

Die seit April 2017 tagende Enquetekommission „Tourismus“ beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Zukunftsthemen für eine erfolgreiche touristische Entwicklung des Landes.

 
  zum Seitenanfang
Übersicht der TastaturkürzelAktuellesDokumente