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„Ungesagtes“ im Landtag

Neue Kunstausstellung im Mainzer Abgeordnetenhaus eröffnet

Ungesagtes - Ausstellungseröffnung mit den Künstlern Brigitte Struif und Joachim Harbut - Foto: A. Linsenmann
Ungesagtes - Ausstellungseröffnung mit den Künstlern Brigitte Struif und Joachim Harbut - Foto: A. Linsenmann
18.10.2018 - Kunst baut Brücken und kommt dabei ganz ohne Worte aus. Dies wird auch deutlich bei der neuen Ausstellung der Reihe „Kunst im Landtag“ mit dem Titel „Ungesagtes“ im Foyer des Mainzer Abgeordnetenhauses. Die Hachenburger Malerin Brigitte Struif und der rheinhessische Kunstschmied Joachim Harbut zeigen hier seit diesem Mittwoch ihre Werke. „Die Kunstwerke fordern uns Besucher auf, Fragen zu stellen“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering bei der Ausstellungseröffnung. „Denn wir müssen uns intensiv mit den verborgenen Botschaften der Bilder und Skulpturen auseinandersetzen.“

Inspiriert vom Westerwald

Hering freute sich besonders über zahlreiche Besucher aus seiner Heimatstadt Hachenburg im Westerwald. Struif gelinge es mit ihrer Kunst, den Westerwald nahbar zu machen, lobte Hering. Denn die Malereien der Hachenburger Künstlerin zeigten, dass der Westerwald weit mehr zu bieten hat als kunstvolle Glas- und Keramikarbeiten. Abstrakt und farbenfroh präsentiere die ursprünglich aus dem Harz stammende Künstlerin Impressionen aus ihrer zweiten Heimat, dem Westerwald.

Verbundenheit zu Rheinland-Pfalz

Die beiden rheinland-pfälzischen Künstler Struif und Harbut lernten sich erst im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst im Landtag“ kennen. Das einende Element zwischen den Künstlern ist für Hering augenscheinlich. „So unterschiedliche die Werke auch sein mögen, so eint sie doch ihre Verbundenheit zu Rheinland-Pfalz, die beide Künstler als Inspiration für ihr kreatives Schaffen sehen“, erläuterte der Landtagspräsident.

Kultur stärkt Zusammenhalt

Ganz anders seien die Werke des gebürtigen Rheinhessens Harbut, so Hering. Aus Fundstücken und Gebrauchsgegenständen schmiedet Harbut große und kleine Kunstwerke. Hering lobte besonders Harbuts Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. „Es ist wichtig, den jungen Menschen einen Zugang zur Kunst zu geben“. Mit Blick auf die anstehenden Beratungen zum Landeshaushalt 2019/2020 betonte Hering, wie wichtig es ist, in Kunst und Kultur zu investieren. „Kultur stärkt den Zusammenhalt in der Gesellschaft ungemein.“

Künstlerische Verarbeitung der Flüchtlingsthematik

Der Mainzer Literaturwissenschaftler und Buchhändler Thomas Schröder übertrug in seiner Ansprache „Ungesagtes in Gesagtes“. Fachkundig erklärte er den Besuchern den Zusammenhang zwischen den Gemälden von Struif und den Skulpturen von Harbut. So hätten beispielsweise beide Künstler die Flüchtlingsthematik verarbeitet. Harbut, indem er ein Schiff geschmiedet hat, Struif, indem sie in einem Gemälde aus der Vogelperspektive den Blick auf eine Flüchtlingsunterkunft zeigt.

Das Duo „Two Colours Red“ mit Katrin Zurborg an der Gitarre und Nina Hacker am Kontrabass begleitete die Eröffnung mit selbstkomponierten Liedern in modernem Jazz.

Wann und wo ist die Ausstellung zu sehen?

Die Ausstellung ist bis zum 9. November 2018 täglich außer an Wochenenden und Feiertagen von 8 Uhr bis 17 Uhr im Foyer des Abgeordnetenhauses, Kaiser-Friedrich-Straße 3, 55116 Mainz zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

 
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