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Landwirtschaftsausschuss: Deutlich überdurchschnittliche Weinernte erwartet

Endgültige Zahlen liegen Mitte Januar vor/Immer mehr Öko-Weinbau

05.12.2018 - Eine deutlich überdurchschnittliche Weinernte erwartet Weinbau-Staatssekretär Andy Becht in diesem Jahr. Für Rheinland-Pfalz wird mit einer Menge von rund 7,1 Millionen Hektolitern gerechnet. Die Betriebe könnten aus dem Vollen schöpfen und auch für die Qualität der Rot- wie Weißweine hätten beste Bedingungen vorgelegen, berichtete der Staatssekretär auf Antrag der CDU im jüngsten Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau. Die Preise sollten laut Becht trotz der auch international sehr hohen Ernte stabil bleiben. Verlässliche Zahlen über die Weinernte lägen jedoch erst Mitte Januar nach Auswertung der Traubenernte vor.

Auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschäftigte sich der Ausschuss des Weiteren mit der Entwicklung des ökologischen Weinbaus. Dieser verzeichnet in Rheinland-Pfalz ein starkes Wachstum. Laut Bericht des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz bewirtschafteten in 2017 insgesamt 441 Betriebe 6.178 Hektar ökologische Rebfläche, was knapp 10 Prozent der weinbaulich genutzten Fläche in Rheinland-Pfalz entspricht. Im Jahr 2010 betrug die Bio-Rebfläche noch 3.650 Hektar, was eine Zuwachsrate von 69 Prozent bis 2017 beträgt. Rheinland-Pfalz ist damit nach Angaben des Ministeriums Bio-Weinbauland Nr. 1 in Deutschland.

Zunahme der ökologischen Landwirtschaft

Aber auch die ökologische Landwirtschaft insgesamt nimmt in Rheinland-Pfalz immer mehr zu. Umweltstaatssekretär Thomas Griese informierte im Ausschuss, dass die bewirtschaftete Fläche in den vergangenen Jahren stark angestiegen sei und der Anteil der ökologischen Landwirtschaft gegenwärtig rund elf Prozent betrage. Im Bundesvergleich der von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umstellenden Betriebe liege man im Mittelfeld. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steige und das Ziel müsse sein, diese verstärkt durch im eigenen Bundesland produzierte Lebensmittel zu decken. Jutta Blatzheim-Roegler von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wies darauf hin, dass durch die ökologische Landwirtschaft auch weniger Schadstoffe wie Pestizide und Nitrate ins Grundwasser gelangten.  

 
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