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Umweltausschuss: Mehrweg statt Einweg

Initiative des Landes für „Coffee-to-go“-Mehrwegbecher

03.07.2018 - Ob im Supermarkt, beim Mittagsimbiss oder auf Straßenfesten: heutzutage gibt es vielerorts die Möglichkeit, sein Essen oder sein Getränk „auf die Hand“ für unterwegs oder nach Hause mitzunehmen. Hierfür benötigt der Handel jedoch viele Einwegverpackungen, die einmal benutzt und dann weggeworfen werden. Das gilt auch für den „Coffee-to-go-Becher“. Der Umweltausschuss hat vor diesem Hintergrund in seiner vergangenen Sitzung unter anderem darüber diskutiert, wie sich der Verbrauch dieser Becher und damit das Müllaufkommen reduzieren lassen.

Rabatte und landesweites Mehrwegsystem

Nach Angaben der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken werden bundesweit schätzungsweise 2,8 Milliarden Becher pro Jahr verbraucht. Der schnelle Kaffee oder Tee auf die Hand verursache in Deutschland jährlich rund 40.000 Tonnen Müll. Höfken berichtete im Ausschuss von einem Runden Tisch „Coffee-to-go“ der Landesregierung. Am Runden Tisch teilgenommen hätten unter anderem die Kommunen, die IHK, Verbände der Bäckereien und auch Vertreter der kunststoffverarbeitenden Industrie. Die Landesregierung habe den Teilnehmern zwei Lösungsvorschläge unterbreitet. Zum ersten möchte sich Rheinland-Pfalz der hessischen Initiative „BecherBonus“ anschließen. Dabei bekäme jeder Kunde einen Rabatt von mindestens 10 Cent je Heißgetränk, wenn er seinen eigenen Mehrwegbecher mitbringt. Zum zweiten habe der Runde Tisch darüber diskutiert, ob mit Unterstützung der Landesregierung ein landesweit einheitliches Mehrwegsystem für „Coffee-to-go-Becher“ aufgebaut werden soll.

Bevölkerung informieren und sensibilisieren

Höfken erklärte, das Ministerium sei aktuell im Austausch mit den Kommunen und den Verbänden der Bäckereien und Konditoren, die gerne die Ausweitung des „BecherBonus“ unterstützen wollen. Ebenso wolle man noch enger mit den Kommunen, die bereits Mehrwegbechersysteme etabliert haben, zusammenarbeiten. Nach der Sommerpause soll es einen nächsten Runden Tisch geben, sagte Höfken weiter. Parallel wolle man die Öffentlichkeit kontinuierlich über die Fortschritte der beiden Initiativen informieren. Auf diese Weise möchte das Land eine breite Unterstützung in der Bevölkerung erreichen.

 
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